Vertreter der Weidener CSU mit OB-Kandidaten Dr. Benjamin Zeitler und Bezirkstags-Vizepräsidenten Lothar Höher in der Regenbogen-Werkstatt zu Gast

Weiden/Irchenrieth. Inklusion, Integration und Teilhabe von geistig und körperlich beeinträchtigter Menschen – das hat sich das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth mit seinen verschiedenen Einrichtungen im Landkreis Neustadt/WN und in der Stadt Weiden größtenteils auf die Fahnen geschrieben. Die Weidener Regenbogen-Werkstatt (RBW), die 2025 ihr 25-jähriges Bestehen feierte, nimmt im HPZ dabei eine Ausnahmerolle ein, denn in ihr arbeiten Frauen und Männer mit psychischen Erkrankungen.

Von dieser Besonderheit der RBW machten sich am Dienstagmittag der Oberbürger (OB)-Kandidat der CSU Weiden, Dr. Benjamin Zeitler, und Bürgermeister und Bezirkstags-Vizepräsident Lothar Höher ein umfassendes Bild. Im Beisein von RBW-Standortleiter Willi Woldrich und den Aufsichtsräten Daisy Brenner und Dieter Wettinger hieß HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler die CSU-Abordnung, zu der auch die vier Stadtratskandidaten Stefanie Salavs-Lorenz, Tanja Dietl, Tobias Kamm und Hans Blum gehörten, zunächst im Werkstatt-Laden der RBW herzlich willkommen.

„Wir haben auch viele Menschen aus Weiden im HPZ und unterhalten in der Stadt neben der RBW mit der INTEGRA, der Frühförderung und dem Wohnhaus in der Böhmerwaldstraße weitere Einrichtungsteile“, sagte Stadler, als er anhand einer Präsentation sein Unternehmen und dessen erfolgreiche Entwicklung in den letzten sechs Jahrzehnten skizzierte. Klar, dass er auch auf den geplanten Neubau des Wohnheimes „Hinterm Rangierbahnhof“ einging, für den aller Voraussicht nach im Frühjahr der Spatenstich erfolgen soll.

Der Vorstandsvorsitzende hob hervor, dass das HPZ aktuell rund 1500 Betreuungsplätze, 35 verschiedene Berufsgruppen und 975 Beschäftigte umfasse. „Wir sind enorm gewachsen und tun dies weiter“, sagte Stadler, der anfügte, dass es allein für die „Schule am Kleefeld“ für das kommende Schuljahr zum jetzigen Zeitpunkt bereits 32 Neuanmeldungen geben würde. Hinsichtlich der Personalgewinnung hob er dabei die Tatsache hervor, dass das HPZ sich dazu entschlossen habe, verstärkt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Mit Erfolg: Denn so wurden in den letzten drei Jahren 51 Auszubildende in eine Festanstellung übernommen.

Die CSU-Politiker zeigten sich von diesen Zahlen und Fakten beeindruckt. Höher sagte, dass Dank des HPZs in der nördlichen Oberpfalz und darüber hinaus „in Sachen Inklusion“ sehr viel geschaffen worden sei. Dr. Zeitler nannte dabei das HPZ „eine der segensreichsten Einrichtungen der Region“.

Stadler und RBW-Standortleiter Woldrich, der einen kurzen Überblick über das Leistungsspektrum seiner Werkstatt gab, das u. a. von der Schreinerei, der Verpackung, der Montage über den Garten- und Landschaftsbau bis hin zur Aktenvernichtung reicht, sprachen dabei während eines Rundgangs durch die Einrichtung auch einige Probleme an. So z. B. einen oftmals eng gesteckten rechtlichen Rahmen oder die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen. „Die Unterstützung von Regierungsseite oder durch unseren Hauptkostenträger, den Bezirk Oberpfalz, aber insbesondere auch auf kommunaler Ebene, ist daher für uns besonders wichtig“, so Stadler.