Heilpädagogisches Zentrum (HPZ) Irchenrieth baut „Hinterm Rangierbahnhof“ in Weiden ein neues Wohnheim mit 24 Plätzen – „Ein Ort zum Wohlfühlen und der Sicherheit gibt“

Weiden/Irchenrieth. Feierlicher Rahmen für einen ganz besonderen Moment: Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth hat am Donnerstagnachmittag mit dem offiziellen Spatenstich den Startschuss für den Neubau des Wohnheimes am Standort „Hinterm Rangierbahnhof“ in Weiden gegeben. „Mit diesem Projekt schaffen wir nicht einfach nur dringend benötigte und bedarfsgerechte 24 Wohnplätze. Wir schaffen einen Ort, an dem sich Menschen zuhause fühlen können, der ihnen Sicherheit gibt und der ganz auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sein wird“, sagte HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler.

Für das HPZ sei das Wohnheim „ein Vorhaben von großer Bedeutung“. Dazu begrüßte er zahlreiche Ehrengäste. So u. a. Lothar Höher, der als derzeit amtierender Bürgermeister der Stadt Weiden und als Vizepräsident des Bezirkstages Oberpfalz eine kurze Festrede hielt. Auch der neugewählte Weidener Oberbürgermeister Dr. Benjamin Zeitler war zu Gast, ebenso Vertreter des HPZ-Aufsichtsrates um Vorsitzende Birgit Reil.

Zudem wohnten die stellvertretende HPZ-Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause, Vertreterinnen und Vertreter der oberpfälzer Bezirksverwaltung, der Heimaufsicht, der bauausführenden Firma Paul, des Architekturbüros Naumann, zahlreiche HPZ-Mitarbeitende sowie Johannes Brandl, der Vorsitzende der Bewohnervertretung, dem Spatenstich bei. Diese Vielzahl der Ehrengäste unterstrich die Wichtigkeit des Projektes, für das sich die Gesamtkosten auf rund zehn Millionen Euro belaufen werden. „Dass wir das umsetzen können, verdanken wir auch der Unterstützung unserer Fördergeber“, so Stadler. Der Freistaat Bayern fördere das Vorhaben mit knapp 4,4 Millionen Euro und der Bezirk Oberpfalz mit rund 750.000 Euro.

Der HPZ-Vorstandsvorsitzende machte deutlich, dass mit der Wahl des Standortes in Weiden den HPZ anvertrauten Menschen die Möglichkeit der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, der Knüpfung und Pflege von sozialen Kontakten gegeben werde. Als bestes Beispiel dafür nannte er das „Wohnen am Hofgarten“ in Neustadt/WN.

Stadler freute es besonders, dass das Vorhaben am Weidener Rangierbahnhof in vergleichsweise kurzer Zeit auf den Weg gebracht werden konnte. Von der Antragstellung bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2027/Anfang 2028 würden nur vier Jahre vergehen. „Wenn man bedenkt, wie viele Beteiligte eingebunden sind und welche Vorgaben und Verfahren dabei zu beachten sind, ist das ein wirklich beachtliches Tempo“, merkte Stadler an.

Er dankte außerdem allen, die in den vergangenen Monaten mit großem Engagement an diesem Projekt gearbeitet und es ermöglicht haben, dass man diesen wichtigen Schritt heute gehen könne. Weiter wünscht er dem Bauprojekt einen guten, erfolgreichen und unfallfreien Verlauf. Wünsche, denen sich die Anwesenden gerne anschlossen.

Der Bezirkstags-Vizepräsident bezeichnete das „Wohnen am Rangierbahnhof“, in dem Plätze für 16 Werkstatt- und acht Förderstätten-Gänger entstehen, als „einen Meilenstein“. Die gute Nahverkehrsanbindung und die innenstadtnahe Lage mit den vielen Einkaufsmöglichkeiten seien ideale Voraussetzung für die gelebte Inklusion und Teilhabe.

Naumann erklärte, dass es ein „besonderes Projekt ist, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht“. Er versprach, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die künftigen Bewohner zu schaffen. Brandl freute sich schon „auf den Einzug der Leute“, während Reil erwähnte, dass der „Neubau angesichts der langen Warteliste für das HPZ ungemein wichtig ist“.